ARTiculation – Arts meets Business

Julietschka Art ist bei dem interdisziplinärem Kunst-Event im Herbst 2010 dabei! Hier verschmelzen Schauspiel, Tanz, Mode, Licht, Malerei, Design und Musik miteinander. Die Initiatorin Elke Jochmann (factory abstrait UG), schafft ein Kunsterlebnis, das in seiner Form einmalig ist.

Diesmal bringe ich meine Papierskulpturen (200 – 450 cm) an einen neuen Ort mit einer rauen, industriellen Atmosphäre, an der meinen schiff-/walartigen Objekten ein neues Leben eingehaucht wird.

Ein Ensemble von international tätigen Künstlern (u.a. Gerhard Fresacher, Heinz Weixelbraun, Simon Hatzl, Christian Preuss, Elke Walter, Beatrice Asare-Lartey, Saeeid Dastmalchian) verknüpft verschiedene Kunstformen, um dabei etwas Neuartiges zu schaffen. In einer 900 Quadratmeter großen Fabrikhalle im Hamburger Oberhafen, zwischen Großmarkt und Nordelbe, wo ein neues, kreatives Viertel heranwächst, werden sie gemeinsam ihre Werke zeigen und neue Kunst-Welten entstehen lassen. Ein Vorgeschmack auf das, was 2011 kommen wird…

Der Zuschauer kann sich während des Abends frei bewegen, an einer im Raum installierten Bar Getränke und Snacks zu sich zu nehmen, sich austauschen. All das ist bei „ARTiculation“ gewünscht, denn nur so wird der Zuschauer Teil des Art-Works. Kunst wird erlebbar.

Auch Kultur-Investor Klausmartin Kretschmer, sowie das Unternehmen Silpion IT-Solutions GmbH, welche zeitgleich ihr Spätsommerfest abhält, unterstützen das Projekt von Elke Jochmann. Somit soll eine Brücke zwischen den Welten geschlagen werden, eine Verbindung aus Art und Business.

(Text: Elke Jochmann, Julia Bührle-Nowikowa)

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Mahler-Projekt Bayreuth (2)

Ein Matinee mit Liedern von Gustav Mahler, Texten und Szenen von Dirk Schattner, mit Leigh Martha Klinger (Darstellerin/Sängerin), Mitsuyo Okamoto (Sängerin), Wolfgang Kluge (Musikalischer Leiter, Klavier) und Lea Marchl Wilson (Darstellerin). Begleitet von der Sambagruppe Beat Percussion, Trommelmusik und einer Malaktion, entsteht während der Performance ein großformatiges Bild für und von allen Beteiligten, Gästen und Darstellern. Mein Part waren hierbei die Bilder (Bühne und Kostüme für die Uraufführung 2011, Entwürfe gibt es in der Galerie) und die Ausstattung des ShowActs. Und das kam dabei heraus:

„Ich bin der Welt abhanden gekommen“ – Gustav-Mahler-ShowAct. Augenblicke – Ausblicke – Einblicke.

„Etwa ein Jahr vor der Uraufführung von „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ versammelte sich das Kreativ-Team in Bayreuth zu einer intensiven Arbeitsphase. Den krönenden Abschluss bildete unser Gustav-Mahler-ShowAct – mitten im Herzen der Festspielstadt. „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ ist ein musikdramatisches Werk, in dem die Musik Mahlers auf Szenen, auf Innenansichten von Sehnsucht und Hoffnung, von schwebender Begeisterung treffen. Ein junges Mädchen, ein junger Mann in der Schwebe, im Flug unter einer Zirkuskuppel, gespiegelt von tausenden von Augen. Die Zuschauer warten auf den Absturz. Die Lebensgefahr macht den Zirkus zu einem Ort von existentiellem Feiern, Lieben – und vielleicht auch Sterben. Im Wirbel der Trommeln werden die Augenblicke ins Unermessliche vergrößert. Ein Tanz. Wie ein Kinderspiel, das Verloren geht.“ Dirk Schattner

August 2010, Festival junger Künstler Bayreuth, dort wo wir der Welt abhanden gekommen sind, um miteinander Theater zu spielen. Das sind wohl, genau diese Tage und diese Augenblicke, die in Begegnung mit wunderbaren Menschen passieren, wo das gemeinsame Theater-Machen, die dabei entstehende Energie, ineinander fließt und alle Wunden zu heilen scheint. Dort wo das Leben so intensiv ist, auf der Bühne, an einem selbst geschaffenem Ritual–Ort, bei einer Voodoo-ähnlichen Zusammenkunft, „einer Totenbeschwörung, einem Theater der Auferstehung, das den täglichen Tod voraussetzt.“ (nach Heiner Müller, Alejandro Jodorowsky)

Draußen in der Sonne, zwischen den eng stehenden Tischen vor einem vollbesetzten Lokal auf der Opernstraße, haben wir eine kleine 2 x 2 Meter große Bühne gebaut und eine Party, einen „Kindergeburtstag, der in den Regen, ins Wasser gefallen ist,“ (2010: 150. Geburtsatg Gustav Mahlers) mit viel bunten Chaos drumrum veranstaltet. Es wurde gelesen, gesungen, gemalt, gelacht, getrommelt und Krach gemacht. Das Wasser, der Regen, das waren die Tränen die die Worte umflossen. Die Worte und Töne, die wie herumfliegende Glassplitter, wie ein Splitterregen aus lauter kleinen Fragmenten, Teilwahrheiten einer zerbrochenen Geschichte waren. Frei und losgelöst wirkten sie gewalttätig, stachen, ritzten, schnitten, verletzten, waren wie eine Bedrohung für das eigene Empfindungsvermögen. Die Kinder, das waren die Erwachsenen, die sich bunt verkleidet haben und eine Vorstellung schmissen. Bewaffnet mit buntem Konfetti, Luftschlangen, Luftballons, Seifenblasen, Rauchringen, Farben, Pinseln, mit Bonbons gefüllten Totenschädel und grell bemalten Bettlaken, erzählten sie von der Liebe, vom Schmerz und Verlust, von magischen Augenblicken, vom Leben, vom Träumen, vom Stürzen und dem Aufgefangenwerden. Sie gaben wunderbare Einblicke mit herzzerreißenden Liedern und tiefgreifender Musik in das kommende Jahr 2011, in dem wir des 100. Todestages von Gustav Mahler gedenken und sein Schaffen auf eine ganz besondere, unverwechselbare Art und Weise, mit einem neuem Musik-Theater-Werk feiern werden!

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Peripherie 4. Hände. Ein Nachbericht mit Verspätung.

Am Anfang war die Hitze und die Müdigkeit einer langen Fahrt, die Ungewissheit und die Fragen nach dem Wie und dem Was. Dann stand ich vor der Leere, der weißen Leere einer großen Wand, die mich kalt anschaute und mir trotz der glühenden Hitze den Schauer den Rücken runter laufen ließ. Ich nahm mir die große Leiter und das große, fleckige, weiße Lacken, welches ich mir von zu Hause mitgebracht hatte. Ich kletterte hoch und tackerte so gut ich konnte den Lacken an der kalten Wand fest und fühlte mich sogleich wohler und heimeliger. Nach und nach brachte ich einzelne Streifen von einem cremefarbenen, dünnen und zarten Papier in unterschiedlichen Abständen an die weiße Stofffläche, auf der ich gleich zu Beginn eine Hand, die schwarz zerfloss, zeichnete und mich darin an den Ort bannte, an dem ich mehr als eine Woche verbringen sollte.

In den nachfolgenden Tagen kehrte ich fast täglich zu der Hand zurück und zeichnete weitere Varianten, der selben linken Hand, die auf unterschiedlichen Fotos, aus unterschiedlichen Zeiten gesammelt hatte. Ich war nicht weiter bemüht etwas ausdrücken zu wollen, die Hände taten es von selbst, sie drückten sich aus und hinterließen Abdrücke einer vergangenen, entrückten Zeit. Ich konzentrierte mich einfach nur auf die jeweilige Hand und sprach gelegentlich mit vorbeikommenden Besuchern, die sich über meine nächtliche Ausdauer zu wundern schienen. Das alles war ich und mehr musste ich da nicht rein packen, die Farben und die Wahl der Stifte wählten sich wie von selbst und ich folgte den Spuren, die ich selbst hinterließ. Ich wusste nicht, wie sich die jeweilige Hand entwickeln würde, ich wusste nur, das genau die, die ich gerade beendete, da seien musste und bis jetzt gefehlt hatte. Die Hände wurden immer größer und es kam mir so vor, als würde ich am liebsten die ganze Wand auf einmal berühren wollen. Es hat mich überhaupt nicht interessiert, warum ich es tue, warum ich eine bestimmte Farbe oder Stift oder Technik gewählt hatte. Das alles musste einfach sein und ich ließ mich treiben und zwang mich dazu, weiter zu machen, auch dann wenn der Schmerz unerträglich wurde und der Knoten in meiner Brust mir immer fester den Hals abwürgte.

Außer dass die Hände da seien mussten, wusste ich über sie nicht viel, außer dass es meine Hände sind und waren. Also denke ich, wusste ich alles und lebte es längst. In einer eigenartiger Weise mussten sie aus mir raus, die Abbildungen auf den Fotos die ich gesammelt hatte, waren nur eine grobe Orientierung, eine Art Erinnerungsstütze um sie loszuwerden. Ich müsste noch viele, vielleicht hunderte von ihnen zeichnen, um irgendwann mal frei seien zu können. Daher setzt ich die Arbeit an verschiedenen Orten weiter fort und höre dann auf, wenn ich keine Hände mehr hab…

Haende Blogbeitrag

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Selbstauslöser mit verletztem Wal

Das Trauma der Geburt. Vielleicht sind die Objekte, die ich baue, die Verkörperung dieser Erinnerung. Momentaufnahmen im Spiegel mit einem Selbstauslöser.

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Traunkirchen-Österreich-Berge-Seen-Kunst

Ein weiter Sprung in den Sommer 2008, ein heißer August-Monat in Österreich. In das winzige Städtchen Traunkirchen mit den unglaublich schönen Seen um einen herum, mit klarem, kaltem trinkbaren Wasser. Die dunklen Wasser wirkten in den Nächten um so tiefer, umgeben von den majestätischen Bergen, wo das ehemalige Klostergebäude ein kleines Künstleratelier beherbergte, in dem sich die Kursteilnehmer tummelten. Es war eine sehr inspirierende, intensive Zeit in einem Kurs des österreichischen Künstlers Tone Fink. Dank eines Stipendiums der Sommerakademie Traunkirchen konnte ich mich zwei Wochen lang freikritzeln. Dort begann meine „Wal“-Zeit, der Wal im wilden Gewässer…

Auszug aus meinem Tagebuch: Berührung anders erleben. Spuren hinterlassen. Aufdecken, Haut wird gebildet. Bleistift stumpft ab, geht kaputt. Bricht ab, wird nur ein kleines Stümpfchen. Meine Energie, meine Gestik, die Bewegung meiner Hand, meines Armes, der Rhythmus meines Herzens hinterlassen Spuren auf der Wand. Ein großer Fisch, ein Walfisch aus den Urzeiten. Er ist gar nicht verletzt, nur sein Träger, die Wand. Mit dem Papier, der Tapete, wie Höhlenmalerei. Es war ganz schön schwierig, ihn da rauszubekommen, eine körperhafte Landschaft, das Relief das ich so liebe. Meine Finger sind heute blutrot und tun weh von der immerwährenden Kraftausübung. „Es ist ein schönes Blatt geworden“ sagt Tone Fink. „Ich weiß nicht, ob es daran liegt dass Du so gut bist oder so viel Ausdauer hast für ein Blatt, oder die Summe von Allem.“

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Kunstobjekt. Wal. Verletzungen?

Ich baue gerade an einem neuen Objekt und frage mich, woher habe ich diese Bilder in mir, denn ich hatte mir vorher nicht explizit die grausamen, blutigen Bilder von Walfängen angeschaut. Und trotzdem habe ich Metallröhren (aus Aluminium) in mein entstehendes Walobjekt reingesteckt und es aus diversen, vorher hineingeschlagenen Löchern bluten lassen. Ich baue da etwas und weiss die ganze Zeit nicht, was es genau wird und wie es aussieht. Ich mache es einfach. Ich werde von Unbekanntem geleitet und belebt. Nach Georg Groddeck ist in mir ein Es, „irgend ein Wunderbares, das Alles was ich tue und was mit mir geschieht, regelt.“ Und wenn ich bereit bin „die Grenzen meines Bewusstseins durch Forschung und Arbeit zu erweitern, könnte ich tief in das Unbewusste eindringen, wenn ich mich entschließe, nicht mehr wissen zu wollen, sondern zu phantasieren.“

Natürlich habe ich in der Vergangenheit die brutalen Bilder zu Gesicht bekommen und wenn ich es mir genau überlege, waren Leid, Schmerz und die Abgründe auch die ganze Zeit meine Themen. Doch recherchiert habe ich mir Bilder von glücklichen, freilebenden Walen auf wunderschönen Unterwasseraufnahmen und habe beim Bauen nebenbei Walgesängen gelauscht. Oft dachte ich dabei, dass es mir nicht so sehr um die Wale an sich geht, sondern eher um meine eigene Faszination für diese gigantischen, unerreichbaren Lebewesen. Um eine merkwürdig anmutende Verbindung mit ihnen, um Begegnungen in den dunklen Tiefen meiner Träume. Als ich rote Farbe genommen hatte, als ich in die Oberfläche meines Walobjekts kraftvoll einstach, hatte ich keine Bilder von abgeschlachteten Walen vor Augen. Vielleicht sind diese Bilder trotzdem in mir, in den von mir unerforschten Räumen meines Unterbewusstseins. Vielleicht sind in allen von uns, in unserem Blut, lauter vergangene und stattgefundene Schlachten, Kriege und Kämpfe. Vielleicht sind wir eine Summe von Toten und sie leben in uns weiter. Vielleicht ist meine Objektkunst eine Andere, ich baue nicht das was ich sehe, sondern das was ich fühle, gebe meinem Gefühl eine berührbare Gestalt. Und mache etwas sichtbar, was mit bloßem Augen nicht zu sehen ist. Und ich bin gespannt, wohin mich diese Reise führen wird…

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Altonale – es geht los!

Altonale 12
Es geht los! Ab heute für die schönste Zeit im Juni. Kunst im Schaufenster, Julietschka Art ist mit dabei! Kommt vorbei und entdeckt vor und im Hängematten-Laden in der Reitbahn 2 spannende und entspannende Dinge… Freue mich auf Euer Feedback!
Kunst im Schaufenster

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Operare – Hinter den Türen

Ein Theater im öffentlichen Raum. Aus dem Operare-Workshop heraus entstand gemeinsam mit Philip Bergmann (Choreografie, Performance), Nien-Mari Chatz (Performance), Karen Rémy (künstlerische Gesamtleitung, Produktion, Performance), Andrea Schönherr (Dokumentation, Video) und Stefan Weihrauch (Komposition, Einstudierung) das Projekt “Hinter den Türen”. Mein Part war das Bühnen- und Kostümbild. Und das kam dabei heraus:


Angedachte Ästhetik und Ideen für das Bühnen- und Kostümbild

Das Theater wird durch die Inszenierung aus dem regulären Theaterbetrieb herausgelöst, das Stück wird in die jeweils vorhandene städtische und örtliche Architektur integriert und findet in einem neuen Umfeld statt. Das Bühnenbild ist ein weißes Labyrinth – eine begehbare Installation, eine Skulptur mit organischen, abgerundeten Formen im Sinne eines Irrgartens, mit Wegverzweigungen, Kreuzungen, Sackgassen und vielen einzelnen Räumen innerhalb des Ganzen. Inspiriert von dem Bild eines Hochhauses mit hunderten bunten Fenstern, die in der Großstadtkulisse wie kleine menschliche Zellen wirken. Die Zuschauer sind nicht mehr nur passiver Teil des Theaterereignisses, sie werden in das Bühnenbild integriert. Sie wandern innerhalb der einzelnen menschlichen Zellen, um zu verweilen und um sich immer wieder von Neuem entscheiden zu können, welchen Weg sie einschlagen, was sie sehen und erleben wollen.

Hinter den Türen: Inspiration
Verknüpft wird der Raumgedanke mit dem Begriff der „Einsamkeit“, bei dem es eine positive Seite (Rückzug, Besinnung, Gedankenordnung, Kreativität, Freiheit, bildlich als Abgeschiedenheit im Garten) und die negative Seite, die soziale Isolation, das Getrennt sein von anderen Menschen, als schmerzhaft empfundenes Alleinsein, gibt. Beide Seiten der Einsamkeitsempfindung werden in die Raumkonzeption mit einbezogen. Dabei stehen die verschlungenen Wege des Labyrinths, bei uns sinnbildlich für die „Großstadteinsamkeit“, für die schwierigen Wege zueinander. So nah und doch so allein, einzeln im Gewühl der menschlichen Leiber. Unser Labyrinth steht symbolisch für das menschliche Leben schlechthin, für die Wege auf Umwegen zur Erkenntnis. So entstand die Assoziation zu einem Bienennest, das eine Art Metapher für die Örtlichkeiten unseren inneren und äußeren Lebens ist. „In tausend Honigwaben speichert der Raum verdichtete Zeit. Dazu ist der Raum da.“ (G. Bacherlard)

Hinter den Türen: Skizze
Innerhalb der Raumskulptur wollen wir Räume für Intimität und Einsamkeit schaffen, sie anhand der folgenden Beispielfragen und Gedanken untersuchen: Wie waren sie? „Wie groß waren die Zimmer? Waren die Winkel heiß? Und woher kam das Licht? Wie verhielt sich in diesen Räumen das menschliche Wesen zur Stille? Wie schmeckten ihm diese verschiedenen, so besonders gearteten Formen der Stille in den verschiedenen Schlupfwinkel in den einsamen Träumereien?
Und wenn alle Räume unserer Einsamkeit hinter uns zurückgeblieben sind, bleiben doch die Räume, wo wir Einsamkeit erlitten, genossen, herbeigesehnt oder verraten haben, in uns unauslöschlich. In den Träumen der Nacht kehrt man dahin zurück. In den Labyrinthen des Schlafes….“ (G. Bacherlard)
Das Spiel der Darsteller, der Tänzer mitten unter den Zuschauern, das Spiel mit Licht und Schatten, die damit verbundene Bewegungssuche sind weitere Grundgedanken bei der Konzeption der Räume und der Bewegung der menschlichen Körper darin. Die elementare Beziehung zwischen Architektur, Bewegung, Musik und Licht sind miteinander verbunden, reagieren aufeinander und sind voneinander abhängig.

Hinter den Türen: Skizze 2

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Operare – ein schritt nur . rashomon

Eine Kammeroper für Sopran, Bariton, Chor und Kammerensemble. Aus dem Operare-Workshop heraus entstand gemeinsam mit Enke Eisenberg (Regie/Produktionsleitung), Michael Lieb (Bühnenbild), Nora Mansmann (Libretto-Neufassung), Erika Nastasi (Kulturmanagement), Lorenzo Pascarelli (Musikalische Leitung, Dirigent), Shoko Shida (Komposition) und Stefan Schmidt (Chorleiter) mit dem Straßenchor das Projekt “ein schritt nur. rashomon”. Mein Part war das Kostümbild. Und das kam dabei heraus:


Angedachte Ästhetik und Ideen für das Kostümbild

Den Geisterchor wollen wir bei uns von den Obdachlosen, Einzelgängern, Randfiguren (u. a. aus dem Projekt „Der Straßenchor“) darstellen lassen. Menschen, die isoliert in der Parallelwelt leben, kaum einer bemerkt sie und viele wollen sie einfach nicht wahrhaben. Sie stehen eher auf der Schattenseite des Lebens, wie Geistergestalten, vor denen man sich fürchtet, „sie fühlen sich selbst so, als ob man durch sie hindurch sehen würde“.

Hiervon ausgehend verfolgen wir gerade zwei Ideen für die Kostümierung des Geisterchors, der in seiner äußeren Erscheinung eins mit der Umgebung werden soll:
1) Die Kostüme werden farbig an die Räume angepasst, in denen die Aufführung stattfindet. In ihrer Farbigkeit, Oberflächenbeschaffenheit und Struktur dem Aufführungsort (z.B. Geisterbahnhof) ähnelnd. Dabei soll die Kleidung dem realen Leben nachempfunden werden und gleichzeitig in ihrer Gesamterscheinung eine künstlerische Überzeichnung in einem Theaterkostüm finden.
2) Auf den Kostümen wird die Umgebung, die Struktur der Wände, die vorhandene Architektur und die vorübergehenden Menschen, photographisch abgebildet bzw. abgedruckt. Der Geisterchor fungiert mit seiner äußeren Erscheinung buchstäblich als Spiegel der Gesellschaft. Durch das Anbringen von Spiegelteilchen an den Kostümen, welche die Menschen und die Umgebung partiell reflektieren, wird die Wirkung der Spiegelung zusätzlich verstärkt.

Die beiden Solisten, der Mann und die alte Frau sollen sich in ihrer Erscheinung von der Obdachlosen Welt unterscheiden. Wir denken daran, die alte Frau in ein altes, traditionelles Kimono zu kleiden, welches der Mann ihr zum Ende des Stücks entreißt. Im Gegensatz zu dem räumlich verorteten, eher europäisch gekleideten Geisterchor, werden die Solisten auf ihre Weise, eigenartig erscheinen und aus der Masse heraustreten.

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Operare – Fausts Rettung, oder die sieben Todsünden

Ein zeitgenössisches Musiktheater nach Christopher Marlowe. Aus dem Operare-Workshop heraus entstand gemeinsam mit Ines Thomas Almeida (Produktion), Julian Bergheim (Multi Media, Video), Angelina Jankova (Regie, Neubearbeitung), Pavel B. Jiracek (Faust), Igor Kroitzsch (Dramaturgie), Marc Lingk (Komposition) und Miyoko Urayama (Engel) das Projekt “Fausts Rettung, oder die sieben Todsünden”. Mein Part war das Bühnen- und Kostümbild. Und das kam dabei heraus:


Angedachte Ästhetik und Ideen für das Bühnen- und Kostümbild

Marlowes Faust als ein post(post)modernes Mysterienspiel, ein geheimnisvolles Theater das seine flüchtige Kunst, seine unmittelbare Wirkungskraft in der Zeit während der eigentlichen Inszenierung, also vor Ort, entfaltet. In diese rätselhafte Gegenwart wollen wir auch die Zuschauer räumlich und atmosphärisch entführen, sie gefangen nehmen und mit einer schön-schauerlichen Zeremonie unterhalten. Wir denken dabei an einen ehemaligen Kirchenraum. Dieser fungiert im europäischen Kulturraum als ein zentraler Bezugsraum der die Menschen zur Ruhe und Andacht einlädt, an dem viele ihr Leben beginnen (Taufe) und beenden (Trauerfeier). Die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Schein sollen sich in diesem Raum während der Aufführung auflösen.

Faust: Entwurf BühnenbildDer angedachte Raum in der St. Elisabeth-Kirche soll an sich nicht verändert werden, sondern durch die Verwendung von leicht transparenten Stoffbahnen soll die vorhandene Architektur leicht verhüllt und gleichzeitig feierlich ins Szene gesetzt werden. Die weißen Stoffbahnen könnten wie kilometerlange Buchseiten mit Schriften, Notenzeichen etc. bedruckt sein oder weiß belassen als Projektionsflächen für Buchseiten und weitere Elemente dienen.

Die ganze Gestalt des Raumes soll mit den Mitteln des Schattentheaters mit dem Spiel von Licht und Schatten und filmischen Videoprojektionen überhöht, zeichenhaft und „irreal“ dargestellt werden. Am Beispiel von Faust, seiner „Selbstprojektionen, die sich als ein Figurenreigen“ um ihn legt, zeigt sich der Ansatz dabei als eine alte, künstlerische Urform, bei der das Licht, dynamisch veränderlich, als magisches Element eingesetzt wird.

Die weitere Verwendung von Spiegelflächen könnten dazu dienen, den Raum nochmal zu brechen, zu verdoppeln, zu verdreifachen und in seiner Gesamtwirkung zu verstärken. Wobei es hier eine stücktragende Ausstattungsidee ist, die Dreidimensionalität des Raumes mit der Zweidimensionalität der Videoprojektionen zu verbinden. Nahaufnahmen und extreme Kamerapositionen herrschen in unseren Projektionen vor. Die Personen agieren in überdimensionierter, zeichenhafter Körperlichkeit. Gleichzeitig haben wir die Möglichkeit, in die Live-Situationen hinein zu zoomen und somit in der Verbindung von Szene und Film ein sich ständig überlagerndes, ineinander greifendes System an Zeit- und Bedeutungsüberschneidungen zu kreieren.

Die Zuschauer werden durch eine zentrierte, kreisförmige Bestuhlung mitten in das Geschehen hinein katapultiert und sollen die Musik, das Licht, die Bewegung und das Spiel der Figuren überall um sich herum wahrnehmen. Die Bestuhlung könnte des weiteren in sieben Bereiche unterteilt und jeweils durch Beschriftung oder Ähnliches einer der Todsünden zugeordnet sein. So kann der Zuschauer bereits zu Beginn einer der Todsünden durch seine Platzwahl den Vorzug geben.

Faust: Entwurf BestuhlungAuch die Kostüme sollen Ausdruck von Veränderlichkeit in sich tragen. So sollen sich die Darsteller mit einfachen Handgriffen am Kostüm und durch Hinzufügen von weiteren Kostümelementen oder Requisiten direkt vor den Augen der Zuschauer in andere Figuren verwandeln.

Die Figuren bzw. Darsteller verlassen aus der Sicht der Zuschauer zu keiner Zeit den Aufführung den Inszenierungsort. Sobald eine Figur abgeht, erscheint sie in einem sanften Übergang auf der Projektionsebene irgendwo im Raum, an einer Wand, auf einer der Stoffbahnen oder auf einem Objekt, auf dem Boden etc.

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Operare 10 – Partnersuche und Projekte

Im letzten Monat fand in Berlin wieder die Operare statt. Egebnissoffen ging es hierbei darum, andere Künstler in einem interdisziplinären Umfeld kennenzulernen, seine Arbeiten vorzustellen und gemeinsam Musiktheaterprojekte zu realisieren. Für mich stand im Vordergrund, andere Künstler bzw. Theaterschaffende aus den verschiedenen Winkeln der Welt kennen zu lernen und im kreativen Prozeß gemeinsam Gedanken neu zu denken. Ich wollte für mich andere Impulse entdecken, ohne mich auf konkrete Projekte zu fokussieren, denn “der Mensch ist ein Theatertier und sein Hang zum Theater erklärt seine Größe und seine Verrücktheit” (Jean Genet).

Dennoch fand ich mich am Ende dieser Tage in drei verschiedene Projekte eingebunden und fuhr mit einem Koffer voller Ideen nach Hause. Alle drei Projekte (“Fausts Rettung, oder die 7 Todsünden”, “ein schritt nur . rashomon”, “Hinter den Türen”) streben aktuell nach einer Finanzierung und Umsetzung. In den nächsten Blogposts Auszüge zu den Bühnen- und Kostümkonzepten…

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Mahler-Projekt Bayreuth (1)

Gedanken. Inspiriert durch den Prosa-Text von Dirk Schattner.

Was genau soll ich davon halten? Ob ich es verstanden habe? Tiefgründig? Vielleicht. Vielleicht fehlt mir da noch etwas. Keine Ahnung was dieses Etwas ist. Ich sehe diesen Augenblick, den Du da beschreibst, der wie zersprengt zu sein scheint in unendlich viele Teilchen. Klein, spitz und weh tuend. Spiegeln sie in der gleißenden Sonne den Moment des Aufpralls wieder, das Sterben von Jemanden der liebt, das Sterben vom Einem in dem Anderen, noch mal und nochmal, aus zehntausend verschiedenen Blickwinkel und Positionen. Die Worte sind wie herumfliegende Glassplitter, wie ein Splitterregen aus lauter kleinen Fragmenten, Teilwahrheiten einer zerbrochenen Geschichte. Frei und losgelöst, wirken sie gewalttätig, stechen, ritzen, schneiden, verletzen, sind wie eine Bedrohung für das eigene Empfindungsvermögen. Das was im Text passiert, ist nicht eindeutig greifbar, es lässt sich nicht einfach beschreiben, die Botschaft lässt sich nicht in wenige Worte zusammenfassen. Vielleicht ist genau das Ungreifbare, das nicht Erklärbare, das Rätselhafte, gut. Vielleicht sollte man sich davor hüten, es nachdenklich auszubrüten, denn wie in jeder großen Trennung verbirgt sich auch hier ein Keim von Wahnsinn (nach Goethe). Die Explosion zweier Herzen, die Spaltung der Atome, die freigewordene Energie in der Unendlichkeit. Abgrundtiefe Wahrheit. Zerkratzender, betäubender, die Einsicht verhindernder Schmerz. In einer weit entfernten Galaxie, verunstaltet und allein gelassen, mittendrin in einer explodierenden Sonne, umgeben von Millionen von Augen und ungestümen Sterngeburten.

„Unsere Arbeit die Totenbeschwörung, ein Theater der Auferstehung, das den täglichen Tod voraussetzt; wahnhaftes Theater, das gleichsam als Double fungiert, nicht etwa jener, täglichen, direkten Realität, (…) sondern einer anderen, gefährdenden und typischen Realität. Der Erkenntnisprozess führt zu Erfahrbarkeit einer höheren Wirklichkeit, beispielsweise zu wahrer Mystik.“ (Heiner Müller, Alejandro Jodorowsky)

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altonale 12 – Kunst im Schaufenster

altonale 12Auch dieses Jahr öffnet die altonale wieder ihre Pforten. Bereits zum 12. Mal. Und dieses Mal ist meine Kunst auch mit dabei! Im Rahmen der “Kunst im Schaufenster” werden einige meiner Kunstobjekte dort für zweieinhalb Wochen (03. – 20. Juni 2010) eine neue Heimat finden.

Für meine Teilname habe ich mir den „Hängemattenladen“ in Hamburg-Ottensen ausgesucht, der am Ende der Ottenser Hauptstraße 1988 gegründet wurde, sich seitdem auf folgende drei Bereiche spezialisiert hat: Hängematten, eine Spiel- und Therapieserie (mit Strickleitern, Schaukeln und Sprungtüchern), sowie als „persönliches Steckenpferd“ des Inhabers Kai Christophersen, Boote, Kanus und Kajaks.

Die Papierskulpturen (Längen: 40cm – 200cm), die ich für den „Hängemattenladen“ herausgesucht haben, erinnern in ihrer Gestalt an Schiffe, urtümliche und primitiv gemachte Boote. Durch ihre verwachsene, kantige Struktur bilden sie einen Kontrast zu den klaren und glatten Oberflächen der Kanus und Kajaks im Inneren des Ladens. Mit ihrer Platzierung in dem Schaufenster sollen sie eine visuelle Überraschung, einen interessanten Blickfang bieten, die Aufmerksamkeit der vorübergehenden Passanten an dem Ladenraum an sich wecken. Die Papierschiffe wirken eigenwillig fremd und ungemütlich, können dadurch aber gleichzeitig die Gemütlichkeit und den Wohlfühlcharakter der flexiblen Möbelstücke (Hängematten) hervorheben, die Sitz und Liegegelegenheiten, mit ihren bunten, warmen Farben und Formen, noch einladender erscheinen lassen.

Urgemütliche, über den Boden schwebende Hängematten haben, wenn sich ein Mensch in ihnen Platz nimmt, etwas von einem Kokon, einem Gefäß, das für ruhige Stunden ein Zuhause, ein Raum zum sich Wohlfühlen bietet. Ähnlich wie bei den Kajaks und Kanus entsteht eine Beziehung zwischen Mensch und Raum, zwischen dem Objekt und dem menschlichen Körper darin. Mit den Kunstobjekten und dazugehörigen Kunstdrucken, will ich die unterschiedlichen und doch artverwandten Elemente im Schaufenster und im Ladeninneren miteinander in Verbindung treten lassen und ein visuelles Erlebnis für Erwachsene und Kinder schaffen. Durch die enge Nähe zum Eiscafe, bei gutem Wetter im Juni, könnte man viel Publikum gewinnen und durch eine einfühlende, homogene Inszenierung etwas zum Neuentdecken innerhalb des Gewohnten und Vertrauten schaffen.

Altona und Ottensen sind geprägt durch ihre lebendige Atmosphäre, in der Menschen aus verschiedenen Kulturen gelernt haben miteinander zu leben, wo das Leben und die Kultur des Einzelnen immer wieder Inspiration in dem Fremden finden kann und somit Themen, wie Heimat, Zuhause, Entfremdung und eigenen Identität omnipräsent sind – Themen die sich eben in meiner Kunst auch wiederfinden… Die Gestaltung des Schaufensters und die Kunst im Hängemattenladen, kann eine milieuspezifische, einzigartige Inszenierung werden, die das bunte, eigenwillige Treiben an diesem Ort unterstreicht und widerspiegelt.

Ich freue mich auf viele, viele Besucher. Auf Eure Rückmeldungen, Eindrücke und Empfindungen! Comments are welcome!

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Zwiegespräch mit Künstlerfreunden (1) – Fiktive Unterhaltung mit Auguste Rodin und Camille Claudel

Es startet eine Reihe fiktiver Zwiegespräche mit bekannten Künstlerfreunden. Dabei sind die Äußerungen der jeweiligen Künstler wörtliche Zitate aus unterschiedlichen Quellen.


Das erste, aufgezeichnete Gespräch (Auguste Rodin, Camille Claudel und Ich):

Ich: Ich habe heute Bewerbungsunterlagen zurückbekommen.

Auguste: Wenn eine Anzahl Leute, wie sachverständig und intelligent sie auch sein mögen, sich zusammensetzen, um über ein ihnen vorgelegtes Kunstwerk zu urteilen, so werden sie nur dann zu einhelligem Urteil gelangen können, wenn dieses Werk in höchstem Maße neutral ist. Ein Werk, das wirklich herausragt und sehr individuell ist, das etwas Besonderes hat und eine Kühnheit beweist oder darauf hindeutet, dass der Künstler in irgendeiner Hinsicht ein Abtrünniger sein könnte, ein solches Werk hat keine Chance.

Ich: Ich definiere mich selbst als Künstlerin im Dialog mit anderen Schaffenden. In ihrem Leben, in ihren Leiden, in ihren Leidenschaften, in ihren Lieben, in ihren Verfehlungen suche ich das Verbindende zu mir Selbst und ringe nach einer Erkenntnis, die mir in meinem Schaffen und Hiersein weiterhilft. Im Grunde bin ich nie allein. Immer ist jemand da. Jemand den ich mir erdenke, den ich herbeirufe und erträume. Imaginären Freunde, imaginären Fremde, imaginären Gesprächspartner, ein Lächeln, ein Augenkontakt, jemand schüttelt den Kopf an einem zeitlosen Fantasieort.

Camille: Ich habe keine Angst vor der Wahrheit, was immer sie auch sein mag. Ich sehe klar, zu klar. Es ist, als sähe ich die Menschen mit dem Messer gezeichnet, die Seelen aus ihren Futteralen gerissen!

Ich: Wie waren sie? Welche Wahrheiten waren die ihren? Welche Wahrheiten hatten sie gegenüber sich selbst, gegenüber ihren Familien, gegenüber ihren Freunden, den Liebhabern, gegenüber dem Leben, gegenüber ihrer Außenwelt? Wer bin ich? Was macht mich aus? Höre ich auf zu sein, wenn ich nichts leiste, wenn ich nichts schaffe?

Camille: In Wirklichkeit möchte man mich zwingen, hier zu bildhauern, und da man sieht, dass alle Mühe vergeblich ist, macht man mir alle möglichen Schwierigkeiten. Das wird mich nicht umstimmen, ganz im Gegenteil…

Ich: Camille, du geliebte Seele, ich weine bittere Tränen um Dich, um Dein Eingesperrtsein, um die 30 Jahre Deines namenlosen „Sklavendaseins“, in denen Du lebendig begraben, umschlossen von unüberwindbaren Mauern geschrien und die Freiheit gefordert hast. Meine Wahnsinnige, meine Liebe, meine Freundin, Du und Deine stolze Seele…

Auguste: Ich habe ihr vielleicht gezeigt, wo sie Gold finden würde, aber das Gold, das sie findet, ist in ihr.

Ich: Das Funkeln Deiner Augen, wie Tausend Blitze in Meinen. Abgrundtief und dunkel strahlen sie mich unverständlich im Spiegel an. Wenn ich nicht schöpferisch bin, fühle ich mich leer, so losgelöst von Allem, vor allem von mir selbst. In mir selbst ist die Fremde, so unendlich hässlich ist es in mir, so unglaublich kalt, so ungemütlich, so als wäre ich gar nicht real, als wäre ich wie tot, ohne jede Verbindung zum Leben. Nutzloses Dasein in Freiheit, die ich nicht zu nutzen weiss und die Du Dir mit Deinem „NEIN“ zurückerobert hast. Deine dunkelblauen Augen, die Endlosigkeit, die Verwüstung, die Umnachtung, Ich will deine Hände berühren, deine Hände zeichnen, die Bewegung festhalten, die Kraft mit der Du den Stein bezwingst. Dein Genie, Dein Wahnsinn, Deine Besessenheit, Deine Qualen, Deine Anstrengung, Deine Konzentration, Dein Schatten, Dein Lachen und Dein gebrochenes Herz ist in mir, solange ich lebe, bist Du mit mir. Ich lasse nicht los, in Deiner Unruhe, in Deiner Wut und Verzweiflung, in diesem offenem und stürmischen Wasser ringe ich um mein Leben und um die Kunst. Ich will es solange aushalten, bis ich das vollbringe was Du vollbracht hast…

Auguste: Und wenn du es so lange aushältst, wenn du das vollbringst, was Michelangelo vollbracht hat, dann gehört dir auf ewig die ganze Menschheit, weil du sie bereicherst und schöner machst… Besonders in dieser Zeit, da alles nur auf die Nützlichkeit des modernen Lebens bedacht ist – und nicht auf den Geist, den Gedanken, den Traum…

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Vorblog

Herzlich Willkommen ihr lieben Leute!
Ich freue mich sehr euch hier begrüssen zu dürfen und lade euch herzlich ein, hier nach Belieben zu stöbern, zu schauen und wenn ihr mögt mit mir in einen Dialog und Austausch zu treten. Ich bin neugierig auf eure Kommentare und Anregungen zum Geschriebenen, zu den Bildern und dem ganzem Drumherum.

Weitere Informationen über mich und mein bisheriges Schaffen findet ihr auf den beiden Galerie-Seiten und der Vita-Seite, als auch auf diversen Online-Profilen! Und nun viel Vergnügen auf meiner Website/meinem Blog!

Mein Riesendank für die vielen guten Ideen, die tatkräftige Unterstützung und Betreuung geht an das Team vom 13. Stock und insbesondere an Sebastian Baumer!

Eure Julia

Wal

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